Traumalösungsprozess

Wenn Menschen Dinge erleben, mit denen Sie nicht fertig werden, kann ihre „Seele“ sich von ihrem Körper trennen. (Levine)

Dies ist ein Schockzustand der sowohl innen wie außen in eine Bewegungslosigkeit führt, in der „negative“ Energien im Körper eingeschlossen werden. Dies zeigt sich in den folgenden Komponenten.

Die vier Traumakomponenten sind:
Starke Erregung
Kontraktion/Anspannung
Trennung der Seele vom Körper/Dissoziation
Hilflosigkeit

Alle vier Komponenten kommen psychosomatisch zum Ausdruck. Symptome können z.B. sein:
Migräne
Verdauungsprobleme
Herzbeschwerden
Verspannungen
Schlafstörung
Angst
Depression
Freudlosigkeit

Die Aufarbeitung, die Eingliederung ins „normale“ Leben wird durch verschiedene Methoden unterstützt.
In einer vertrauensvollen Atmosphäre zwischen Patient und Therapeut kann sich der Wandel des tief im Körper sitzenden Traumas in einen greifbares befreiendes Erleben vollziehen. Das therapeutische Vorgehen schließt Gespräch, spirituelle Akupunktur, auf das Nervensystem wirkende Chiropraktik, westliche Pflanzen, energetische Heilarbeit und schamanisches Ritual ein. Dadurch kann die Erstarrung gelöst und die Energie wieder in den freien Fluss geraten.
Das individuelle Eingehen fördert in optimaler Weise die Heilung des Patienten.

Ein Traumalösungsprozess setzt voraus, dass der Patient sich seiner Verantwortung für seine Gesundung bewusst wird. Dazu gehört Selbstverantwortliches Handeln. Mit der eigenen Erlaubnis, sich in den Prozess fallen zu lassen, geschieht Öffnung, die Grundvoraussetzung um ein Trauma aufzulösen. Wichtig ist Vertrauen in den Therapeuten, um sich in den Prozess fallen zu lassen.

Durch die Begleitung des Therapeuten erlebt der Patient in seiner Öffnung und im Zulassen dessen was geschieht ein Angenommensein, die Bejahung des Zustandes, in dem er sich befindet.

Während des Traumalösungsprozess ist es möglich, dass der damals gefühlte Schmerz, die erlebte Starre, die abgeschnittene Einsamkeit, das sich Abgetrennt fühlen, das Alleinsein hautnah am eigenen Leib erneut zum Vorschein tritt.

Dies kann ein schmerzhaftes Erleben sein, das sich in Schütteln, Weinen oder Schreien löst. Mit Hilfe der angegebenen Methoden unterstützt der Therapeut diesen Vorgang und bietet einen geschützten Raum, der dem Patienten Halt und liebevolle Geborgenheit bietet.

Nach jedem durchlebten Abschnitt erfährt der Patient ein Gefühl der Leichtigkeit, mehr Lebenskraft und erneutes Angebundensein an die Urfreude, die uns allen innewohnt.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Fleisch und Blut weiser sind als der Intellekt. Das Körperunbewusste ist der Ort, an dem das Leben in uns wallt. Es lässt uns spüren, dass wir lebendig sind, lebendig bis in die Tiefen unserer Seele und irgendwo in Kontakt mit den lebendigen Bereichen des Kosmos stehen.
D. H. Lawrence

Das Wiederentdecken/Wiedererleben des Urvertrauens bringt die verlorene Energie in Form von positiver Lebenskraft zurück. Dadurch kann sich die ursprüngliche Lebensaufgabe erneut entfalten und zur Blüte gelangen.

Im Alltag ist es notwendig Körper, Geist und Seele im Einklang zu halten, um die physische und psychische Gesundheit zurückzuerlangen und zu bewahren. Gerade für Traumapatienten ist daher die Verarbeitung ihres Traumas besonders wichtig, um Krankheit zu vermeiden.

Gemeinsam suchen wir nach geeigneten Möglichkeiten, den Traumalösungsprozess und die Gesunderhaltung zu unterstützen, wie z.B.:
Meditation
Spazieren gehen
Malen
Tanzen
Sport
Schwertarbeit
Tagebuch führen
Drei-Atemzugübung von Thich Nhat Hanh

1. Atemzug: Ich bin ganz ruhig
2. Atemzug: Ich bin ganz hier
3. Atemzug: Das ist ein wunderbarer Augenblick

Persönliche Erfahrungen einer Traumapatientin

Phase 1
Ich lief so schnell wie ich konnte, aber egal wie schnell ich war, mein Trauma war immer schneller.

Phase 2
Das Trauma überholte mich, lief ständig vor mir her, trieb mich in die Verzweiflung. Nun begann mit Hilfe des mir vertrauten Therapeuten der Prozess.

Phase 3
Schmerzphase. Mit der haltenden Kraft des Therapeuten gelang mir, der Wahrheit des Traumas ins Auge zu schauen. Ja, ein schmerzhafter Prozess,
aber …

Phase 4
Akzeptanz im Hier und Jetzt. Mit Hilfe des Therapeuten gelang es mir, mich mit meinem Schmerz vertraut zu machen.

Phase 5
Integration. Ich sitze neben meinem Trauma auf einer Bank und wir unterhalten uns.

„Ich bin glücklich, dass ich diesen Weg gegangen bin
und weiter gehe.“